Beratung


Die Elisabeth-Selbert-Gesamtschule bietet den Service einer ressourcen- und lösungsorientierten Beratung bei schulischen, persönlichen und familiären Problemen und bei der Persönlichkeitsentwicklung an.

Dem Leitbild der Schule entsprechend suchen wir gemeinsam und respektvoll nach Lösungen und beziehen, wenn irgend möglich, die zugehörigen Bezugssysteme in die Beratung mit ein (Eltern, behandelnde Ärzte, Psychotherapeutinnen, ggf. Heimbetreuer und Jugendamt etc.). Selbstverständlich ist Verschwiegenheit ein Prinzip unserer Beratung.

Gemeinsam bieten wir Hilfe zur Selbsthilfe an und arbeiten nach dem Motto „Stärken stärken, Schwächen ausgleichen!“ Dabei gehen wir von der Veränderbarkeit von Verhalten durch neue Sichtweisen und Neubewertung aus und unterstützen Schüler/innen, Eltern und Kolleg/innen beim Finden neuer Lösungsmöglichkeiten.

In den nächsten Jahren entsteht ein Konzept für ein mulitprofessionelles Team, das ab 2018/19 alle Schüler/innen unterstützen wird.

Beratungsangebote gibt es 

1. durch Beratungslehrerinnen und Beratungslehrer

Vier speziell ausgebildete Lehrkräfte, darunter eine systemische Familientherapeutin, stehen zur Einzelberatung von Schülerinnen und Schülern, deren Eltern sowie Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung. Sie bieten insbesondere Lernberatung und Beratung bei persönlichen, familiären und schulischen Konfliktsituationen und Krisen an. Darüber hinaus unterstützen sie Schülerinnen und Schüler bei der Entfaltung kognitiver Kompetenzen und bei Lern- und Verhaltensproblemen. Des Weiteren bieten sie Beratung und Moderation für Lehrkräfte bei der Umsetzung pädagogischer Konzepte und in Konfliktsituationen mit Schüler/innen oder Eltern an und sind ebenfalls Ansprechpartner für  Eltern – zusätzlich zu den Klassenlehrer/innen – bei schulischen Problemen ihrer Kinder und bei der Schaffung von lernförderlichen häuslichen Bedingungen. Mehr zum Beratungskonzept* lesen Sie hier.

2. durch Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen

Eine Sozialpädagogin und ein Sozialpädagoge arbeiten bei uns mit dem Ziel, das Lernklima in der Schule zu optimieren. Sie sind für Lernende, Lehrende und Eltern gleichermaßen Ansprechpartner in Beratungs- und Konfliktsituationen. Im Bedarfsfall vermitteln sie an außerschulische Partner, wie zum Beispiel (Erziehungsberatung oder Jugendhilfe). Neben konkreten Hilfestellungen bietet die Schulsozialarbeit auch präventive Konzepte an, wie zum Beispiel soziales Lernen, Jungen- und Mädchengruppen, Streitschlichtung oder die erlebnispädagogische Kanufahrt. Das Beratungskonzept* der Schule finden Sie hier.

3. durch Lehrerinnen und Lehrer für Sonderpädagogik

Lernende mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf werden u.a. von Lehrer/innen für Sonderpädagogik gefördert und unterrichtet, die im Unterricht unterstützende und den Bedürfnissen der Lernenden entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, damit diese sich individuell weiterentwickeln können. Ziel ist es auch, dass sie einen Weg finden, ihre emotionalen und sozialen Fähigkeiten zu erweitern, ihre lebenspraktischen Kompetenzen zu erhöhen und sich auf die gesellschaftlichen und beruflichen Anforderungen vorzubereiten.

4. im Trainingsraum

Im „Trainingsraum für eigenverantwortliches Handeln“ findet individuelle Beratung durch speziell ausgebildete Kolleg/innen statt. Lernende, die vorübergehend aus dem Unterricht dorthin gehen, weil sie sich mehrfach nicht an die Schulregeln halten können, reflektieren dort ihr Verhalten und Handlungsalternativen. Sie lernen, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und finden neue Wege der Selbstregulation. Das Ziel besteht darin, eine Verhaltensänderung herbeizuführen, die die Lernenden ihrem Ziel, ungestört zu lernen, näherbringt. Mehr zum Trainingsraumkonzept finden Sie hier Trainingsraum*.

Die enge Zusammenarbeit ermöglicht die individuelle Unterstützung der Schülerinnen und Schüler. Je nach Situation und Verhalten finden die Schüler/innen entweder im Trainingsraum Beratung, nutzen diesen als „Auszeitraum“ oder sie finden in P18 bzw. P27 Ansprechpartner.

5. für Suchtprophylaxe und sexualisierte Gewalt

Zahlreiche Maßnahmen in der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule verfolgen das Ziel, die Persönlichkeit der Lernenden zu stärken. Dies ist die vielleicht beste Prophylaxe gegen Suchtgefährdung. Zusätzlich hat sich ein Team von Drogenberater/innen gebildet, das in Verbindung mit außerschulischen Stellen (etwa dem Schulpsychologischen Dienst oder dem Verein „Update“) tätig ist und auch Kampagnen gegen das Rauchen, den Alkoholmissbrauch oder die Internetsucht organisiert. Wenn Schüler oder Schülerinnen bereits ein Suchtproblem haben, können sie sich unter Vertrauensschutz an die Mitglieder dieses Teams wenden. Lesen Sie hier* weiter.

Ein Unterstützungsangebot bei sexualisierter Gewalt wird gerade aufgebaut. Eine Kollegin steht schon jetzt als Ansprechpartnerin zur Verfügung und kann auch Kontakte zu Beratungsstellen vermitteln.

Ein neuer Schwerpunkt wird in Zukunft auch auf den Aspekten Sexualität im Internet gelegt werden müssen. Dabei ist es uns wichtig, Schüler/innen einen altersgemäßen Umgang mit der Thematik zu vermitteln, um sie so vor unpassenden Darstellungen im Netz zu schützen. Auch hierzu laden wir Fachleute ein.

Bei der Behandlung des Themas achten wir besonders auf einen vertrauensvollen Umgang miteinander und erarbeiten eine dem Thema angemessene Sprache.

Unser Konzept der Drogenberatungstätigkeit hat die Entwicklung einer eigenen starken Identität und Persönlichkeit zum Ziel! Suchtmittel sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Kinder und Jugendliche brauchen Fähigkeiten, um mit diesem Angebot kompetent umgehen zu können. Wer weiß, wer er ist, wer ein gesundes Selbstvertrauen hat und wer gelernt hat, mit Krisen umzugehen, der wird auch eine gesunde Einstellung zu sich und seinem Körper und unserem Konsumwarenmarkt entwickeln und weniger anfällig für Drogen und Süchte aller Art sein!

Und das führt uns auch schon in die verschiedenen Schwerpunkte unserer Drogenpräventionsarbeit, welche nicht starr ist, sondern sich den unterschiedlichen Lebenswelten der Jugendlichen immer wieder anpassen muss, wie z.B. die aktuelle Ausbildung der „Net-Piloten“, welche sich dem Umgang mit den neuen Medien und der „Computer-Handy-Sucht“ verschrieben haben.

In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die zahlreichen schulischen und außerschulischen Partner, mit denen wir bei der Drogenprävention zusammenarbeiten.

Da ist das Kommissariat Vorbeugung zu nennen, welches Fortbildungen und Elternabende an unserer Schule anbietet. Der enge Kontakt zu „UPDATE“, der Fachstelle für Suchtprävention- Kinder-, Jugend-, Elternberatung des Diakonischen Werkes und des Caritasverbandes, ein Institut, welches in Projektwochen Workshops anbietet und Ansprechpartner für Lehrerinnen und Lehrer und Beratungsstelle  für Schülerinnen und Schüler und Eltern ist und  außerdem in einem Pilotprojekt der BzfgA bei uns an der Schule  die „Net-Piloten“ ausbildet.

Unser Beratungsteam, einschließlich der Drogenberatungslehrkräfte und der Sozialpädagog/innen, welche auch einen besonderen Status bei den Schülerinnen und Schülern haben, alle widmen sich der Suchtprävention und der Bildung von Resilienzen.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Projektwoche im 8. Jahrgang zum Thema Suchtprävention, welche zahlreiche schulische und außerschulische Aktionen, auch zum Thema „Stärkung des Selbst“ beinhaltet. In diesem Zusammenhang muss auch die erlebnispädagogische Kanufahrt im 6. Jahrgang erwähnt werden!

Des Weiteren findet Suchtprävention in den Fächern Biologie und Religion (Mittelstufe) sowie im Pädagogikunterricht in der Oberstufe ihren Platz.

Interessierte Klassen der Stufe 6 nehmen jedes Jahr an „Be Smart – Don´t Start“, dem Wettbewerb für rauchfreie Schulklassen, teil und erfahren darüber, dass es sich lohnt, rauchfrei zu bleiben, als Hauptgewinn winkt eine Klassenreise! Spielerisch erfahren sie viel Informatives über das Rauchen und die Folgeschäden für Gesundheit und Umwelt.

Selbstverständlich pflegen wir die Zusammenarbeit mit den Eltern und haben eine „Eskalationsspirale“ erarbeitet, in der der Umgang mit berauschten Schülerinnen und Schülern aufgezeigt ist. Das kann je nach Vorfall von der Hilfestellung durch das Beratungsteam und dem schulpsychologischen Dienst bis hin zur Maßnahme wie Ausschluss vom Unterricht oder polizeiliche Ermittlungen reichen.

Unser Konzept ist jederzeit für weitere Anregungen und Projekte offen.

6. für die Prävention und Intervention gegen Radikalisierung

Das schnelle und bislang ungebremste Wachstum der gewaltbereiten neosalafistischen und rechtsextremen Szene, aber auch die rassistische Mobilisierung gegen Geflüchtete und Andersdenkende stellen die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Bei den Gegenmaßnahmen kommt der Radikalisierungsprävention eine wachsende Bedeutung zu.

Bisher gibt es im Bereich der Radikalisierungsprävention vor allem Projekte an Schulen, die auf eine universelle Prävention zielen. Das Modellprojekt „Clearingverfahren und Case Management – Prävention von gewaltbereitem Neosalafismus und Rechtsextremismus“ verfolgt einen anderen Ansatz und richtet sich an junge Menschen, die erste Anzeichen einer Radikalisierung aufweisen.  Es zielt darauf, eine beginnende Radikalisierung zu unterbrechen und Hilfestellung für die Jugendlichen selbst, aber auch für Eltern und Lehrkräfte zu geben.

Projektträger ist die Aktion Gemeinwesen und Beratung e.V. in Düsseldorf. Finanziert wird das Projekt über drei Jahre von der Bundeszentrale für politische Bildung. Gestartet ist das Modellprojekt im April 2016. Einzelheiten finden Sie hier*.

7. durch ein multiprofessionelles Team

Veränderungen in der Versorgung der Schule mit pädagogischen Ressourcen machen die Entwicklung einer neuen Struktur notwendig. Die Pool-Lösung für die Integrationsassistent/innen ermöglicht deren variableren Einsatz. Die Aufgaben der Sozialpädagog/innen müssen neu definiert werden, und die Schule erhält die Möglichkeit, eine dauerhafte Stelle mit nichtlehrendem Personal zu besetzen, also zum Beispiel einer Psychologin oder einem Erzieher. Die Einbindung dieser Personen in die pädagogische Arbeit erfordert ein zielführendes Konzept, das im Schuljahr 2018/19 entwickelt wird.