Welche Rolle spielt „das crazy“ für eine Tagesschau-Journalistin?

Antje Kießler erklärte der Klasse 8c, welchen Einfluss soziale Medien auf die aktuelle Berichterstattung haben

Vor kurzem besuchte Antje Kießler, Journalistin bei der Tagesschau und dem Radiosender 1Live, die Klasse 8c der ESG. Sie betreut das Projekt “Journalisten machen Schule (JmS)”, das durch die Startchancen NRW gefördert wird. Sie sprach mit den Schülerinnen und Schülern über ihr Berufsfeld, gab Einblicke in ihren Arbeitsalltag und berichtete aus erster Hand über Chancen und Herausforderungen des Journalismus.

Im Mittelpunkt standen die Bedeutung verlässlicher Nachrichten und der Einfluss sozialer Medien auf die aktuelle Berichterstattung. Antje Kießler erklärte, wie wichtig es für die Gesellschaft ist, Zugang zu vielfältigen und objektiven Informationen zu haben. Besonders spannend waren ihre Einblicke in die Arbeit der Tagesschau im digitalen Zeitalter und in die Produktion von Beiträgen für 1Live: Inhalte müssen heute plattformgerecht aufbereitet werden, um auch jüngere Zielgruppen zu erreichen – stets mit dem Anspruch, sachlich, verständlich und ausgewogen zu informieren.

Als besonderes Highlight stellte Antje Kießler einen aktuellen Social-Media-Beitrag der Tagesschau zum Jugendwort des Jahres 2025 vor: „das crazy“. Anhand dieses Beispiels zeigte sie, wie redaktionelle Teams Trends aufgreifen, sprachsensibel einordnen und gleichzeitig verständlich erklären, warum solche Begriffe viral gehen – ohne die journalistische Genauigkeit zu verlieren. Die Klasse diskutierte, wie man Ironie, Humor und klare Faktenbalance vereint und welche Rolle Kommentare und Community-Feedback in der weiteren Einordnung spielen.

Bouchara, Sina und Yara aus der 8c moderierten die Fragerunde sowie das anschließende Interview. Carla, die krankheitsbedingt fehlte, hatte im Vorfeld die Fragen vorbereitet – ein wichtiger Beitrag, der das Gespräch strukturierte und viele Nachfragen aus der Klasse anregte.

Der Austausch bot der 8c nicht nur spannende Einblicke in den Berufsalltag einer Journalistin, sondern knüpfte auch an den Unterricht an: Medien als prägende Sozialisationsinstanz und die Notwendigkeit eines kritischen, reflektierten Umgangs mit Informationen wurden anschaulich und greifbar. So wurde deutlich, wie relevant Medienkompetenz im Alltag junger Menschen ist – und welche Verantwortung Journalistinnen und Journalisten dabei tragen. (Bea Waffenschmied)