Die ESG nimmt am Projekt „Friedensbrücken in Europa“ teil. Nach dem Besuch in Bosnien-Herzegowina schlüpfte nun die ESG in die Rolle des Gastgebers.
Vor kurzem begrüßte die ESG einige Schülerinnen und Schüler aus Bosnien-Herzegowina: Während der Europawoche fand die zweite Begegnung mit den ESG-Schülerinnen und Schülern statt nach deren Besuch in der Hauptstadt Sarajevo. Anlass dafür ist das internationale Austauschprojekt „Friedensbrücken in Europa“. Das Projekt widmet sich der europäischen Werte- und Friedensbildung und fördert den interkulturellen Dialog, demokratische Teilhabe sowie gemeinsame Perspektiven auf Frieden in Europa.
Insgesamt nahmen 24 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Bosnien-Herzegowina an der Begegnungswoche teil. Die Workshops, Exkursionen und Reflexionsformate wurden dabei digital dokumentiert und festgehalten. Organisiert und begleitet wurde das Projekt von den Lehrkräften Semra und Melih Turan.
Der Besuch begann am Sonntag mit einem gemeinsamen Sightseeing-Programm in Bonn. Die Teilnehmenden lernten die ehemalige Bundeshauptstadt auf den Spuren des „Friedensweges” kennen und kamen bereits am ersten Tag in einen intensiven interkulturellen Austausch.
Der Montag stand ganz im Zeichen von Demokratie und europäischen Grundwerten. In einem ganztägigen Workshop setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Deutschland und Bosnien-Herzegowina auseinander. Im Mittelpunkt standen Fragen nach demokratischer Teilhabe, gesellschaftlicher Verantwortung sowie gemeinsamen europäischen Zukunftsvorstellungen.
Am Dienstag beschäftigte sich die Gruppe mit den Themen Frieden und Krieg. Im Rahmen eines Besuchs des Friedensmuseums in Remagen reflektierten die Teilnehmenden die Folgen von Krieg und die Bedeutung von Verständigung in Europa. Besonders hervorzuheben ist die simultane Übersetzung der Museumsführung durch unsere Schülerin Jood Hamza sowie unseren Schüler Sadew Davidson, die wesentlich zum interkulturellen Austausch beitrugen.
Der Mittwoch widmete sich dem Thema „Dialog und Engagement als Säulen europäischen Friedens“. Während eines Workshops und Vortrags arbeiteten die Jugendlichen zu Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts, des Dialogs und des persönlichen Engagements für Frieden in Europa. Begleitet wurde der Tag von Marie Zabel, einer Journalistin des General-Anzeigers Bonn, welche die Projektarbeit dokumentierte und im Lokalteil darüber berichtete. Zwei Schülerinnen und Schüler reflektierten ihre persönlichen Erfahrungen im Austauschprojekt und fanden Berücksichtigung im Zeitungsbericht. Am Nachmittag besuchte die Gruppe das Haus der Geschichte in Bonn, um sich vertieft mit der deutschen und europäischen Zeitgeschichte auseinanderzusetzen.
Am Donnerstag leitete der Promovent Ahmet Nebi Yücel von der Universität Bonn einen Workshop zum Thema „Mit Wertebildung zu einem europäischen Frieden“. In Vortrag und Workshop diskutierten die Teilnehmenden über die Rolle von Bildung, kultureller Vielfalt und Religion im europäischen Zusammenleben. Am Nachmittag folgte eine gemeinsame Exkursion nach Köln mit Besuchen abrahamitischer Gotteshäuser, bei denen insbesondere interreligiöser Dialog und friedliches Zusammenleben thematisiert wurden.
Zum Abschluss der Begegnungswoche erhielten alle 24 Teilnehmenden ein Zertifikat für ihre aktive Teilnahme am europäischen Werte- und Friedensprojekt. Am Freitagmorgen trat die bosnische Delegation die Rückreise nach Sarajevo an.
Das Projekt „Friedensbrücken in Europa“ wird von der Landesinitiative Europa-Schecks des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und soll junge Menschen verschiedener Kulturen im Kontext einer europäischen Friedensbildung zusammenbringen. Es zeigt eindrucksvoll, wie europäische Begegnungen, gemeinsame Reflexionen und persönliche Gespräche einen wichtigen Beitrag zur Friedensbildung und zum gegenseitigen Verständnis leisten können und die ESG sich dieser fortwährenden Aufgabe der interkulturellen Werte- und Friedensbildung verpflichtet hat. ESGelingt, wenn junge Menschen Brücken bauen. (Melih Turan/Julian Hinn)








