
Am Donnerstagmorgen stand für viele Schülerinnen und Schüler die erste „Leistungskontrolle“ schon vor der ersten Stunde an. Dabei waren weder Grammatik, Algebra oder Vokabeln bei der ,,Prüfung” gefordert: Die Schülerinnen und Schüler begaben ihre Räder auf den Prüfstand – die traditionelle Radkontrolle hat wieder stattgefunden. Sie ist eine Aktion, die Leben retten und die Schülerinnen und Schüler vor Unfällen bewahren kann: Bei der Kontrolle werfen Polizisten und Polizistinnen einen genauen Blick auf die Fahrräder der ESG-Schülerschaft und überprüfen dabei deren Verkehrstauglichkeit. Viele Unfälle in der aktuellen Jahreszeit ereignen sich, weil Radfahrerinnen und Radfahrer zu spät gesehen werden oder ihr Gefährt Mängel aufweist. Dunkelheit und Nässe erhöhen die Unfallgefahr für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer. Die einmal im Jahr in den frühen Morgenstunden durchgeführte Aktion leistet einen großen Beitrag zur Verkehrssicherheit unserer Schülerinnen und Schüler und deren Bewusstsein für Verhalten sowie Ausrüstung im Straßenverkehr.
So klären die Polizistinnen und Polizisten der Verkehrsunfallprävention beispielsweise auch immer über die Gefahren auf, die von nassem Laub oder Fahren ohne Helm ausgehen. Als einprägendes Beispiel für die Schülerschaft dient immer wieder die Smartphone-Hülle: Auf die Unversehrtheit des Gerätes achten viele Menschen, doch mit dem eigenen Körper wird oft nachlässig umgegangen. Die Pointe liegt nahe: Der Kopf sollte beim Radfahren viel sorgfältiger geschützt werden, schließlich ist er im Gegensatz zum Smartphone nicht ersetzbar.
Für die Kontrolle gab es unterdessen eine detaillierte Checkliste: Ist eine Klingel angebracht? Ist das Rad mit Reflektoren ausgestattet? Greifen die Bremsen? – anhand dieser Kriterien u.a. erfolgte die sorgfältige Prüfung. „Sehen und gesehen werden“ lautet das Motto der Aktion, zu der übrigens mehr als die Radkontrolle gehört. Für das Erledigen kleiner Reparaturen war beispielsweise auch gesorgt: Martin Jennes und sein Kollege vom ADFC Bonn nahmen diese vor.
ESG-Lehrer Sven Schog hatte die Kontrolle mit Henning Baum von der Verkehrsinspektion der Bonner Polizei organisiert, wofür ihnen ein herzlicher Dank gilt. Ebenso den helfenden Lehrerinnen und Lehrern Nils Dahmen, Ulrike Emmrich, Sven Schog, Schulleiter Guido Meyer sowie den Eltern aus dem fünften Jahrgang. Die Polizei war mit insgesamt neun Kolleginnen und Kollegen vor Ort.
Durch die Prüfung der Räder und die Aufklärung der Polizisten haben die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung des Mottos „Lieber Vorsicht als Nachsicht“ praktisch erfahren können. HI







