Zu Gast in Sarajevo: Junge Menschen bauen Friedensbrücke

Vor kurzem war ein Dutzend ESG-Schülerinnen und -Schüler in Sarajevo zu Gast. Der Besuch fand im Rahmen eines europäischen Austauschprojekts statt.

Die Elisabeth-Selbert-Gesamtschule Bonn hat mit dem europäischen Austauschprojekt „Wir schaffen Friedensbrücken in Europa“ ein starkes Zeichen für Frieden und gemeinsame Werte gesetzt. Während des Aufenthalts in Sarajevo in Bosnien-Herzegowina sprachen ESG-Schülerinnen und -Schüler mit Gleichaltrigen über relevante Themen dieser Zeit: Europa, Frieden und Zusammenhalt. Genauso wichtig: das gegenseitige Kennenlernen.

Das Projekt „Wir schaffen Friedensbrücken in Europa“ – Eine Begegnung zwischen Schülerinnen und Schülern verschiedener Kulturen im europäischen Kontext im Sinne einer europäischen Werte- und Friedensbildung“ wird von der Landesinitiative Europa-Schecks des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und soll junge Menschen verschiedener Kulturen im Kontext einer europäischen Friedensbildung zusammenbringen.

In Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden mit wichtigen Fragen: Was bedeutet Europa für mich? Was bedeutet Frieden? Dabei entstanden unterschiedliche Perspektiven – Europa als Wertegemeinschaft, politischer Raum oder kultureller Treffpunkt. Ein besonders bewegender Moment war die Begegnung mit einem Zeitzeugen des Bosnienkriegs sowie der Besuch der Gedenkstätte in Srebrenica. Diese Eindrücke zeigten, wie wichtig Erinnerung und Verantwortung für den Frieden in Europa sind. Neben dem Austausch über die genannten Themen blieb viel Zeit für gemeinsame Aktivitäten: Stadtführung durch Sarajevo, Interviews mit Passantinnen und Passanten zum Thema Frieden und kreative Workshops. Dabei wurde deutlich: Frieden beginnt mit Begegnung – und mit Zuhören. Alle Ergebnisse wurden digital festgehalten, damit der Austausch auch nach der Projektwoche weitergeht. Die Teilnahme von zwölf Bonner Schülerinnen und Schülern wurde durch die Förderung vollständig ermöglicht. Ein Wiedersehen ist bereits geplant: Im Frühjahr 2026 wird die bosnische Partnergruppe nach Bonn kommen, um den Dialog fortzuführen – mit neuen Ideen und Projekten, die Hoffnung machen in einer Zeit, in der Frieden wichtig wie nie ist. – Rahf Ismail