Lena und Noor stellten Kulturprojekte vor – Schülerinnen und Schüler stimmten ab

Eine Aktion der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises ermöglicht Jugendlichen spannende und kostenlose Workshops. Dabei spielt die ESG eine Rolle.

Lena (rechts) und Noor aus der Klasse 10 c sind in der Kerngruppe ,,Kulturelle Bildung” aktiv.

Jugendliche sollen mitentscheiden, welche Kulturangebote sie wirklich interessieren – genau darum ging es jetzt bei einer besonderen Beteiligungsaktion an der ESG. Die Klasse 8f sowie ein Kurs der Q1 nahmen an einer Befragung im Rahmen des Projekts „Unsere Welt, unsere Visionen – entdecken, erleben, verändern“ teil, einem dreijährigen Kooperationsprojekt der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises für junge Menschen zwischen 8 und 21 Jahren. Ziel des Projekts ist es, kostenlose kulturelle Workshops und Veranstaltungen von Juli bis November anzubieten. 

Nicht nur durch die Abstimmung wurden unsere Schülerinnen und Schüler einbezogen. Zwei Schülerinnen sind sogar in der Kerngruppe „Kulturelle Bildung“ der Stadt Bonn aktiv: Lena und Noor aus der Klasse 10c. Die Gruppe hat bereits ein stadtweites Konzept entwickelt, das nun schrittweise umgesetzt wird, um kulturelle Angebote für Jugendliche attraktiver, zugänglicher und stärker an ihren Interessen orientiert zu gestalten. „Die Arbeit in der Gruppe macht sehr viel Spaß“, erklärt Noor. „Unser Ziel ist es, viele Jugendliche für die Projekte im Bereich Musik, Tanzen und Kunst zu begeistern“, begründet Lena ihre Motivation.

Lena und Noor aus der Klasse 10c stellten die Projektideen für die jeweiligen Altersgruppen vor. Die Schülerinnen und Schüler der 8f und Q1 bewerteten diese anschließend mithilfe von Klebepunkten und Schulnoten nach ihrem persönlichen Interesse. Die Ergebnisse fließen direkt in die Auswahl der geförderten Projekte ein. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler repräsentieren damit die Bonner Jugendlichen ihrer jeweiligen Altersgruppe.

Besonders bemerkenswert beim Projekt ist der Ansatz der Jugendbeteiligung: Jugendliche werden nicht erst am Ende einbezogen, sondern bereits vor der Vergabe von Fördermitteln nach ihrer Meinung gefragt. Die ESG gehört damit zu den Schulen, die diesen neuen Weg der Mitbestimmung aktiv unterstützen und mitgestalten. (Julian Hinn/Jonas Rennoch)