{"id":842,"date":"2011-12-21T08:35:39","date_gmt":"2011-12-21T07:35:39","guid":{"rendered":"http:\/\/igs-bonn.de\/wordpress\/?p=842"},"modified":"2011-12-21T08:45:00","modified_gmt":"2011-12-21T07:45:00","slug":"inklusion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/igs-bonn.de\/wordpress\/?p=842","title":{"rendered":"Inklusion"},"content":{"rendered":"<h3><strong>\u2013 neues Denken im Umgang mit Sch\u00fclern mit und ohne Behinderung \u2013<\/strong><\/h3>\n<p>Am 26.03.2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) in Deutschland in Kraft getreten. Darin ist festgeschrieben, dass alle Kinder und Jugendliche mit Behinderungen ein Recht darauf haben, innerhalb eines allgemeinen, inklusiven, kostenlosen, wohnortnahen und auf Diversit\u00e4t setzenden Bildungssystems aufzuwachsen, das hei\u00dft insbesondere, in einer allgemeinbildendenSchule unterrichtet zu werden.<\/p>\n<p>Integration ist bis heute an die individuelle Feststellung eines \u201esonderp\u00e4dagogischen F\u00f6rderbedarfs\u201c gebunden und zielt darauf ab, dass Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit Behinderung in \u201enormalen\u201c Schulklassen am Unterricht teilnehmen.<\/p>\n<p>Beim Konzept der Inklusion verliert der Begriff der Behinderung seine Bedeutung. Das Ziel ist, dass alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler \u2013 ob beeintr\u00e4chtigt oder nicht \u2013 ohne Unterschied zusammen arbeiten und lernen. Der Unterricht orientiert sich nicht vorrangig an Sch\u00fclergruppen (mit oder ohne Behinderung), sondern am Leistungsniveau jedes Einzelnen. Unsere Schule arbeitet seit vielen Jahren integrativ und auf hohem p\u00e4dagogischen Niveau, eine ausgezeichnete Voraussetzung f\u00fcr sinnvolle und notwendige Ver\u00e4nderungen auf unserem Weg zur inklusiven \u201eElisabeth-Selbert-Gesamtschule\u201c.<br \/>\nDer erste Grundsatz inklusiven Denkens lautet: Heterogenit\u00e4t ist erw\u00fcnscht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Es ist normal, verschieden zu sein!<\/em><br \/>\n<em> (R. v. Weizs\u00e4cker)<\/em><\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3><strong>Wesentliche Folgerungen:<\/strong><\/h3>\n<p>Nicht der Mensch muss sich der Institution anpassen, sondern jede Institution soll sich so ver\u00e4ndern, dass sie allen in ihr lebenden Menschen auf bestm\u00f6gliche Art gerecht wird.<\/p>\n<p>Wir Lehrerinnen und Lehrer orientieren uns nicht an Schw\u00e4chen und Defiziten der einzelnen Sch\u00fcler, sondern an ihren St\u00e4rken und F\u00e4higkeiten. Wir versuchen, sie so zu unterst\u00fctzen, dass sie ihre individuelle Bestleistung erreichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir unterscheiden dabei nicht nach Sch\u00fclern mit oder ohne Behinderung, sondern wir sehen, dass sie ganz verschiedene Unterst\u00fctzungsbedarfe haben k\u00f6nnen:<\/p>\n<ul>\n<li>durch Behinderung,<\/li>\n<li>durch einen Migrationshintergrund,<br \/>\ndurch soziale Benachteiligung,<\/li>\n<li>durch einen \u201eKnick\u201c in der Biografie (z. B. Trennung der Eltern),<\/li>\n<li>durch eine Hochbegabung,<\/li>\n<li>durch eine Teilleistungsschw\u00e4che usw.<\/li>\n<li><\/li>\n<\/ul>\n<h3>P\u00e4dagogische Prinzipien der inklusiven Schule sind deshalb:<\/h3>\n<ul>\n<li>kooperative Lernformen,<\/li>\n<li>individualisiertes Lernen (Lernen auf verschiedenen Anspruchsniveaus, Modullernen, Binnendifferenzierung),<br \/>\nBarrierefreiheit,<\/li>\n<li>Ausbau einer Schulkultur des \u201eWillkommen-Seins\u201c aller Beteiligten,<\/li>\n<li>Nutzung der allgemein-, sonder- und sozialp\u00e4dagogischen Kr\u00e4fte zur prozessorientierten F\u00f6rderplanung aller Sch\u00fcler,<\/li>\n<li>Vernetzung mit au\u00dferschulischen Beratungsangeboten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Ziel der Landesregierung NRW lautet: 85 % aller Sch\u00fcler, die derzeit sonderp\u00e4dagogischen F\u00f6rderbedarf haben, sollen bis 2020 in allgemeinen Schulen aller Schulformen unterrichtet werden (derzeit sind es nur 15,5 %).<\/p>\n<p>Denn: Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Sch\u00fcler ohne sonderp\u00e4dagogischen F\u00f6rderbedarf im gemeinsamen Unterricht (GU) keinesfalls weniger lernen als in Lerngruppen ohne F\u00f6rdersch\u00fcler, Sch\u00fcler mit F\u00f6rderbedarf profitieren ganz \u00fcberwiegend vom GU und erzielen bessere Lernergebnisse.<\/p>\n<p>Das soziale Lernen verbessert sich signifikant f\u00fcr alle Sch\u00fcler im GU.<\/p>\n<p>Alle Menschen haben ein Recht auf gleichberechtigte Teilhabe innerhalb einer pluralen Gesellschaft. Das war der Leitgedanke bei der Gr\u00fcndung unserer Schule und der gilt heute so unver\u00e4ndert wie vor 20 Jahren \u2013 und daf\u00fcr werden wir uns gemeinsam einsetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>(Ne)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2013 neues Denken im Umgang mit Sch\u00fclern mit und ohne Behinderung \u2013 Am 26.03.2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) in Deutschland in Kraft getreten. 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