Einblicke in einen Alltag mit Vorurteilen

Erneut besuchten Menschen jüdischen Glaubens die ESG anlässlich des Projekts ,,Meet a jew“. Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs zeigten sich sehr interessiert an ihren Biografien

Das jüdische Geschwisterpaar Rona und Sarah (2. v. r, 3. v. r.) besuchte die ESG anlässlich des Projekts ,,Meet a jew“.

Ganz unverblümt antworteten die jüdischen Gäste jetzt auf die interessierten Fragen der ESG-Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen des Projekts ,,Meet a jew“ besuchten erneut Jüdinnen und Juden unsere Schule und verdeutlichten, dass Klischees gegenüber ihrer Religion noch immer zum Alltag gehören. Das jüdische Geschwisterpaar Rona und Sarah berichtete beispielsweise, dass jemand zu ihnen gesagt habe: ,,Ich wusste gar nicht, dass Juden so normal aussehen!“ Auch die Frage ,,Hast du wirklich so viel Geld auf der Bank?“ kam ihnen schon zu Ohren. Alleine diese wenigen, von Vorurteilen geprägten Momente heben die Wichtigkeit des Projekts ,,Meet a jew“ hervor. Die Aktion ermöglicht persönliche Begegnungen mit Menschen jüdischen Glaubens und einen interreligiösen Austausch. Interessiert stellten die Achtklässlerinnen und -klässler zahlreiche Fragen vor dem Hintergrund der jüdischen Religion. So entwickelte sich ein spannender interreligiöser Austausch mit insgesamt zehn jüdischen Gästen, von denen jeweils zwei eine achte Klasse besuchten. Seit einigen Jahren findet das Projekts „Meet a jew“ an der ESG statt, das vom Zentralrat der Juden angeboten wird. Lehrerin Jale Marx hatte die Begegnung organisiert.  (Julian Hinn)