Latein

I. Fachspezifische Inhalte und Methoden des Lateinunterrichts

  • Im Zentrum des Unterrichts steht die Arbeit an lateinischen Texten. Das Verstehen lateinischer Texte und die Auseinandersetzung mit ihnen erfolgen durch die Vorgänge der Texterschließung, Übersetzung und Interpretation. Der systematische Aufbau sicherer Kenntnisse von Wortschatz und Grammatik der lateinischen Sprache und der erforderlichen Kulturkenntnisse als Verstehensvoraussetzung hat Grundlagenfunktion und ist zugleich Bezugsrahmen für die Textarbeit.
  • Die Inhalte der lateinischen Texte beziehen sich grundsätzlich auf alle Vorstellungs- u. Lebensbereiche der antiken Welt und ihres Fortwirkens in Mittelalter und Neuzeit. So beschäftigt sich der Lateinunterricht mit folgenden Themenfeldern: Römische Alltagskultur und Privatleben, Mythologie und Religion, römische Geschichte, Staat und Gesellschaft, Rezeption und Tradition (in den Bereichen Sprache, Literatur, Kunst, Architektur und Technik).

Eine detaillierte Darlegung der Unterrichtsinhalte und Themen verteilt auf die einzelnen Jahrgänge findet sich auf der Homepage.

  • Zu den fachspezifischen Methoden des Lateinunterrichts gehören naturgemäß Methoden des Erlernens und wiederholenden Festigens der Vokabeln, der Kategorienbildung und Systematisierung sprachlicher Erscheinungen, Methoden der Satz- u. Texterschließung, der Übersetzung, der Textanalyse und Interpretation und Methoden des Dokumentation und Präsentation von Arbeitsergebnissen.

II. Die Leistungen des Lateinunterrichts

1) Es vermittelt Sprachkompetenz:

  • Bei der Übersetzung ins Deutsche müssen stets angemessene deutsche Formulierungen gesucht werden, so dass ein sorgfältiger Umgang mit der deutschen Sprache geübt wird: Die sprachliche Ausdrucksfähigkeit wird verbessert, der Wortschatz erweitert, ein korrekter und klarer Satzbau wird eingeübt.
  • Der Lateinunterricht vermittelt – wie kein anderes Fach – die Kenntnis des grammatischen Aufbaus von Sprache, er vermittelt das System/ das Gerüst der Grammatik.
  • Daher wird mit Latein eine gute Voraussetzung dafür erworben, andere Fremdsprachen (Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch) schneller und leichter zu erlernen.
  • Latein ist die Mutter der europäischen Sprachen. Viele Vokabeln des Französischen, Spanischen, Italienischen und Englischen leiten sich aus dem Lateinischen her. Die Kenntnis des lateinischen Vokabulars ist also für das Erlernen und vertiefende Verstehen dieser Sprachen hilfreich.
  • Außerdem ist das lat. Vokabular nützlich zum Verständnis vieler Fremdwörter (wie sie z. B. in gehobenen Tageszeitungen oder wissenschaftlichen Texten vorkommen).

2) Der Lateinunterricht vermittelt Textkompetenz: Hier lernt man den Umgang mit Texten (z. B. Texte zu strukturieren, sie nach bestimmten Fragestellungen zu bearbeiten, zentrale Textaussagen zu erfassen, diese zu reflektieren und zu bewerten, mit heutigen Lebens- und Denkweisen zu vergleichen und dabei neben den Unterschieden auch wichtige gemeinsame Grundlagen europäischer Kultur zu entdecken).

3) Der Lateinunterricht vermittelt Kulturkompetenz und das Bewusstsein, dass wir in einer Tradition stehen, die zurückgeht bis in die Antike.

  • Hier sind es vor allem die Bereiche Medizin, Recht, Architektur, Technik und Kunst, die deutlich machen, dass wir in einem hohen Maß von den Römern und Griechen profitiert haben.
  • Aber auch die Bereiche Sprache, Philosophie und Literatur: Die klassische antike Literatur ist die Grundlage unserer eigenen Klassiker (Goethe, Schiller, Shakespeare) wie auch vielfach unserer modernen Literatur (Dürrenmatt, Ransmayr, Grünbein)
  • Man erwirbt Kenntnisse über berühmte Gestalten und Ereignisse der Geschichte Europas (z. B. Caesar, Hannibal, Troja).
  • In diesem Zusammenhang stehen Ausflüge nach Köln, Trier oder Xanten und in der Oberstufe auch eine Fahrt nach Rom auf dem Programm.

4) Das Fach Latein fördert Schlüsselqualifikationen: „Das Lernen des Lernens“, wie z. B.: Konzentrationsvermögen, Gründlichkeit, Sorgfalt, Genauigkeit im Detail, exaktes Unterscheiden, methodisches Vorgehen, analytisches, logisches Denken.

5) Der Lateinunterricht führt zum Abschluss des Latinums, das immer noch eine Voraussetzung für eine Vielzahl von Studienfächern ist. Das Latinum erwirbt man bei Lernbeginn in der 6. Jahrgangsstufe am Ende der 11.Jahrgangsstufe, bei Lernbeginn in der 8. Jahrgangsstufe am Ende der 12. Jahrgangsstufe, wenn die Leistungen mindestens ausreichend sind.

detaillierte Darlegung der Unterrichtsinhalte und Themen des Fachs Latein

Das Lateinangebot an unserer Schule Wir bieten Latein neueinsetzend ab folgenden Jahrgangsstufen an: ab der Jahrgangsstufe 6 als Wahlpflichtfach im Rahmen des WP1-Angebotes (als 2. Fremdsprache) ab der Jahrgangsstufe 8 im Rahmen des Ergänzungsangebotes (als 2. od. 3. Fremdsprache) Wer ab Jahrgangsstufe 6 Latein gewählt hat, kann das Latinum mit Ende der 11.Jahrgangsstufe erwerben, Latein …