Streitschlichter

Beschreibung:

Die Streitschlichtung / Schülermediation ist eine pädagogische Methode, um Konflikte zwischen Schülern mit Hilfe von Mitschülern aufzuarbeiten und zu lösen.

Die Ausbildung unserer Schüler zu Streitschlichtern erfolgt auf freiwilliger Basis. Streitschlichtung ist eine Methode der Gesprächsführung und erfordert daher einen ruhigen Besprechungsraum.

Streitschlichtung ist ein Element der Gewaltprävention an unserer Schule.

Ziel der Streitschlichtung ist es:

  • das soziale Klima zu verbessern,
  • eine win-win-Situation für die Streitenden zu ermöglichen,
  • die Lehrkräfte von Alltagskonflikten der Schüler zu entlasten,
  • Schülern durch die Ausbildung zum Streitschlichter soziale Kompetenzen zu vermitteln,
  • Toleranz und Konfliktfähigkeit zu fördern.

 

Art des Mediationskonzepts:

An unserer Schule werden Schüler des 9. und 10. Jahrgangs ausgebildet und machen nach ihrer Ausbildung in den Pausenzeiten ein Schlichtungsangebot für jüngere Schüler.

Im 10. bzw. 11 Jg. arbeiten die ausgebildeten Mediatorinnen ca. ½ Std. pro Woche im Streitschlichtungsraum. Für die Ausbildung und für ihren ehrenamtlichen Dienst erhalten sie von der Schule ein Zertifikat, das sie später bei Bewerbungen vorlegen können.

Umfang:

Die Ausbildung erfolgt in einem Kurs über ein Jahr (eine Zeitstunde pro Woche), in dem in der ersten Hälfte allgemeine Kommunikationsregeln und Deeskalationsstrategien erarbeitet werden. Im zweiten Teil wird das Konzept der Schülermediation in Rollenspielen erarbeitet und eingeübt.

Ansiedlung im Schulkonzept:

Arbeitsgemeinschaft mit Zertifizierung.

Teilnehmerzahl:

Unter der Leitung zweier ausgebildete Moderatoren können 12 – 15 Schüler pro Schuljahr ausgebildet werden.

Präsenzangebot der Schlichter:

Jede Frühstückspause und je 30 Minuten der Mittagspause (abhängig von der Zahl der ausgebildeten Streitschlichter).

 

Raum:

Ein eigener kleiner Raum im „Haus der Beratung“, der von den Schülern gestaltet und vom Förderverein ausgestattet wurde.

Begleitende Aktivitäten:

  • Ein gemeinsamer Ausbildungstag mit allen ausgebildeten Schlichtern am Anfang des Schuljahres außerhalb der Schule,
  • Werbung für einen neuen Ausbildungskurs in Form eines Besuchs der Schlichter am Anfang des Schuljahrs in allen Klassen 9 und 10,
  • Besuch aller 5. Klassen im ersten Quartal des neuen Schuljahrs durch einen Moderator und zwei ausgebildete Streitschlichter, um die Streitschlichtung vorzustellen (erweiterbar zu einer Unterrichtseinheit „Soziales Lernen“, erarbeitet von den Moderatoren, zur Durchführung durch die Klassenlehrer)
  • regelmäßige Treffen der ausgebildeten Streitschlichter mit den Moderatoren zu Fallbesprechungen,
  • Präsenz bei Schulfesten / dem Tag der offenen Tür etc. in Form eines Stands mit Info-Material/Aktionen/Verkauf des Streitschlichter-Maskottchens „Friedolin“,
  • jährlicher Besuch eines Workshops mit ausgewählten Streitschlichtern in der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn zum Thema „Coolness-Training“,
  • regelmäßige „Werbeveranstaltung“ durch die Streitschlichter in den Pausen ein bis zweimal im Jahr.

Personelle Situation:

drei in der Thomas-Morus-Akademie Bensberg ausgebildete Kollegen (eine Sozialpädagogin, zwei Lehrer) in Kooperation mit einer Senior Expertin.