Wir in unserem Stadtteil

Die Elisabeth-Selbert-Gesamtschule ist nach einer Kasseler Rechtsanwältin benannt, die – als eine von vier Frauen – im Parlamentarischen Rat in Bonn zu den „Müttern des Grundgesetzes“ gerechnet wird. Auf Elisabeth Selbert* geht der Satz im Grundgesetz: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ zurück. Das Vorbild dieser Politikerin bewog die Schulgemeinschaft 2011, die Schule nach ihr zu benennen.

Die Elisabeth-Selbert-Gesamtschule liegt in Bonn-Bad Godesberg, im Ortsteil Plittersdorf. Sie ist im Gebäude eines ehemaligen Gymnasiums untergebracht, einem Bau aus den Fünfzigerjahren, ergänzt um eine Mensa, einen modernen Anbau und eine Dreifach-Sporthalle. Die Schule liegt in einem Wohngebiet und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U-Bahn, Bussen) gut zu erreichen.

Das Einzugsgebiet der Schule ist relativ groß, es umfasst das gesamte Stadtgebiet Bonns und das der benachbarten Gemeinde Wachtberg, die lediglich über eine Sekundarschule verfügt, hauptsächlich aber kommen die Schüler aus dem Stadtteil Bad Godesberg. Dieser Stadtteil hat durch den Wegzug der Bundesregierung nach Berlin eine enorme Veränderung erfahren (hoher Migrantenanteil, die Wirtschaftskraft hat deutlich nachgelassen).

Die Bildungslandschaft in Bad Godesberg ist durch eine Vielzahl von Gymnasien, meist in kirchlicher Trägerschaft, gekennzeichnet. In dieser vielfältig gestalteten Bildungslandschaft will die Elisabeth-Selbert-Gesamtschule sich behaupten.

Sie bietet alle Schulabschlüsse bis zum Abitur an, dieses allerdings in neun Jahren (G9), nicht wie die Gymnasien üblicherweise in acht (G8). Sie kooperiert im Fachbereich Sozialwissenschaften/Wirtschaft mit dem Friedrich-List-Berufskolleg in unmittelbarer Nachbarschaft. Nicht wenige Lernende setzen dort nach dem mittleren Schulabschluss ihre Schullaufbahn mit beruflichem Schwerpunkt fort.

Die Elisabeth-Selbert-Gesamtschule wurde als zweite Bonner Gesamtschule 1991 in Bonn-Röttgen gegründet und zog 1993 in das leerstehende Gebäude des ehemaligen Nikolaus-Cusanus-Gymnasiums. 2006 erfolgte die Umwandlung von einer vierzügigen zu einer sechszügigen Gesamtschule.

Unsere Schule ist seit 1995 eine Schule für Gemeinsamen Unterricht (Integration von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf). Es werden ca. 1200 Schülerinnen und Schüler aus ca. 40 Nationen von 130 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet.

In die gymnasiale Oberstufe werden auch Lernende von Haupt- und Realschulen aufgenommen, die bei uns im Haus das Abitur ablegen wollen und die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen.

Die Elisabeth-Selbert-Gesamtschule profitiert vom Bibliotheksangebot im Stadtteil, verfügt ja auch selbst über eine Schulbibliothek, und Büchereien und Buchhandlungen laden unsere Lernenden zu Lesungen ein. Es bestehen Kooperationen mit umliegenden Sportvereinen und dem Haus der Familie.

Ferner existiert in unmittelbarer Nachbarschaft eine reich ausgestattete Museumslandschaft: Haus der Geschichte, Deutsches Museum, Stadthistorisches Museum, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland. Es gibt Industriemuseen in Mayen und Kuchenheim/Euskirchen). Insbesondere die Kunstkurse nutzen die entsprechenden Museen in der Stadt und im benachbarten Remagen (Arp-Museum) sowie in Köln.

Internationale Organisationen wie die UN, die Deutsche Welle oder die Friedrich-Ebert-Stiftung und sonstige Institutionen wie die Bundeszentrale für politische Bildung oder verschiedene Stiftungen haben ihren Sitz in Bonn, und es gibt immer wieder fruchtbare Arbeitsbeziehungen zu diesen Einrichtungen. Die Schule kooperiert mit Firmen aus der Region und ist mit städtischen Institutionen wie dem Kommunalen Integrationszentrum oder der Freiwilligen-Agentur ebenso verbunden wie mit dem örtlichen Lions Club.