Wenn Polizisten und Lehrer die Schüler gemeinsam empfangen…

Bei manchen Schülern, vor allem den jüngeren unter ihnen, war am Donnerstagmorgen zum Teil große Verwunderung angesagt – Polizisten und Lehrer empfingen diese nämlich gemeinsam vor dem Schulgebäude. Da wurde ihnen vielleicht sogar etwas bange, doch das war freilich ganz unbegründet! Ganz im Gegenteil: Die Lehrer und Polizisten waren nämlich um die Sicherheit der Radfahrer unter den Schülern bemüht – es fand die alljährliche Aktion „Sehen und gesehen werden“an der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule statt. Die Verkehrstauglichkeit der Fahrräder wird dabei regelmäßig kontrolliert, ganz getreu dem Motto „Vorsicht ist besser als Nachsicht“. Wer Vorkehrungen trifft, erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr und vermeidet Unfälle. Konkret bedeutet dies: Sind die Radfahrer unter den Schülern mit funktionierender Beleuchtung und Bremsanlage, Helm, leuchtender Kleidung usw. unterwegs, haben sie bereits vorab viel geleistet, um einem Unfall zu entgehen. Vor allem in den dunklen Wintermonaten ist die Beleuchtung von hoher Bedeutung, da man schlichtweg besser und früher gesehen wird. Am Donnerstag, 8. November, nahmen ein gutes Dutzend Lehrer und Oberstufenschüler sowie 14 Polizisten die Zweiräder der eintreffenden Schüler genau unter die Lupe. Während die Polizisten die Vehikel systematisch kontrollierten, hakten Oberstufenschüler und Lehrer eine Checkliste mit den überprüften Teilen ab und bescheinigten im Idealfall die Verkehrstauglichkeit der Räder. Auch die neue Schulleiterin Dorothee Seifert half erstmalig mit. Ihr stand die Freude über diese Aktion mit präventiver Absicht buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Statistik wurde übrigens auch geführt: 80 Fahrräder passierten die Kontrolle: Mehr als die Hälfte davon wies keinerlei Mängel auf, 35 nur geringfügige Beanstandungen. Bei erfolgreicher Prüfung durften sich die Schüler eine Belohnung abholen. Für die Fünftklässler war die Aktion, die seitens der ESG übrigens von Lehrer Jan Kerstan organisiert wird, erst der Einstieg in des Thema „Sehen und gesehen werden“. Danach ging es für sie nämlich in die „Black Box“–ein Kooperationsprojekt zwischen der Polizei und der Stadt Bonn. An vier Stationen im Selbstlernzentrum erfuhren die Lernenden, wie man kleine Reparaturen am Rad vornehmen kann und noch viel bedeutsamer: Sie erkannten anhand kleiner Experimente, wie wichtig es ist, im Straßenverkehr wahrgenommen zu werden durch entsprechende (Fahrrad-)Ausrüstung! Spätestens dadurch haben sie die Bedeutung des erwähnten Mottos „Lieber Vorsicht als Nachsicht“ praktisch erfahren. HI